N A I A D
 
 
 

Wir begeben uns ins Jahr 1989. Damals erreichte die Sonde Voyager 2 den sonnenfernsten Planeten des Sonnen-
systems, den Neptun. Dadurch wurden sechs neue Neptunmonde entdeckt bzw. als Mond bestätigt. Im September
des Jahres 1989 entdeckte Dr. Richard J. Terrile vom Voyager Imaging Team - er hatte 1980 bereits einen
Saturnmond und 1986 zwei Uranusmonde entdeckt - auf Teleobjektivaufnahmen von Voyager 2 nun auch
zwei Neptunmonde. Der innere der beiden bekam den Namen Naiad (Betonung auf der zweiten Silbe),
die englische Form von Najade. Najaden waren im altgriechischen Volksglauben Süßwassernymphen,
die in Quellen, Bächen und Brunnen wohnten. Naiad erhielt als innerster der sechs neuen Monde
die Bezeichnung Neptun III.
 


 

Naiad hat einen Durchmesser von ca. 96 km x 60 km x 52 km (im Mittel ca. 67 km)
und ist somit der kleinste dieser sechs bekannten inneren (sich innerhalb der Triton-
bahn bewegenden) Neptunmonde. Sie weist keinerlei Anzeichen irgendwelcher
geologischer Veränderungen auf.
 
 
 

Korrekte englische Aussprache von "Naiad" (15 KB)
 
 
 

Mit einer großen Bahnhalbachse von ca. 1,9 Neptunradien (entsprechend 48227 km)
ist Naiad der innerste bekannte Neptunmond. Eine große Bahnhalbachse von
weniger als 2 Neptunradien bedeutet für sie zudem, dass die Neptunoberfläche
von ihr weniger weit entfernt ist als die Neptunoberfläche vom Neptunmittel-
punkt. Naiads Umlaufzeit ist mit 0,2944 Tagen - das sind knapp 7 Stunden
und 4 Minuten - die kürzeste aller bekannten Monde überhaupt. Da sie
kürzer als die Rotationszeit von Neptun ist, geht am Neptunhimmel
Naiad im Westen auf und im Osten unter.
 
 
 
 
 

NAIAD  in  Kürze

 
 Bezeichnung  Neptun III
 Entdeckungsjahr  1989
 Entdecker  Richard J. Terrile //
 Voyager 2
 Durchmesser  Ca. 96 km x 60 km x 52 km
 Rang  1.
 Große Bahnhalbachse  48 227 km =
 ca. 1,9 Neptunradien
 Umlaufzeit  0,2944 Tage
 Besonderheit  Kürzeste Umlaufzeit

 
 
 
 
 
 
 
 

T H A L A S S A
 
 
 
 

Im September 1989 entdeckte Dr. Richard J. Terrile vom Voyager Imaging Team auf
Teleobjektivaufnahmen von Voyager 2 zwei Neptunmonde. Der äußere der beiden
wurde nach der griechischen Göttin Thalassa (griechisch für "Meer"), der Schwester
von Tellus ("Erde") und von Uranus ("Himmel"), benannt. Thalassa erhielt die
Bezeichnung Neptun IV.
 


 

Thalassa hat einen Durchmesser von ca. 108 km x 100 km x 52 km (im Mittel ca. 83 km),
sie ist also in etwa linsenförmig. Sie weist keinerlei Anzeichen irgendwelcher
geologischer Veränderungen auf.
 
 
 

Thalassas große Bahnhalbachse beträgt ca. 2,0 Neptunradien (entsprechend 50075 km),
ihre Umlaufzeit mithin 0,3115 Tage (= 7 Stunden 29 Minuten).
 
 
 
 
 

THALASSA  in  Kürze

 
 Bezeichnung  Neptun IV
 Entdeckungsjahr  1989
 Entdecker  Richard J. Terrile //
 Voyager 2
 Durchmesser  Ca. 108 km x 100 km x 52 km
 Rang  2.
 Große Bahnhalbachse  50 075 km =
 ca. 2,0 Neptunradien
 Umlaufzeit  0,3115 Tage
 

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Dies waren die beeindruckenden Naiad und Thalassa.

Als nächstes erwartet Euch hier der nächste Jupitermond. Seid gespannt auf
 

M e t i s



 
 
 
 

Quellen:
- Durchmesser: berechnet nach Karkoschka, E.: "Sizes, shapes, and albedos of
- the inner satellites of Neptune", Icarus 162 (2003), S. 400-407
- Bahndaten: Owen, W. M., Jr., Vaughan, R. M. und Synnott, S. P.:
- "Orbits of the six new satellites of Neptune",
- The Astronomical Journal 101 (1991), Nr. 4, S. 1511-1515