P  U  C  K
 
 
 

Im Januar 1986 erreichte die Sonde Voyager 2 den Planeten Uranus.
Dadurch wurden elf Uranusmonde entdeckt. Am 30. Dezember 1985
entdeckte Stephen P. Synnott vom Voyager Imaging Science Team – er
hatte 1980 bereits die Jupitermonde Thebe und Metis entdeckt – den
größten dieser elf Monde.
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 

Uranusmonde werden im Gegensatz zu den Monden der anderen Planeten nicht
nach Gestalten der klassischen Mythologie, sondern nach Figuren aus den
Werken der englischen Dichter William Shakespeare und Alexander Pope
benannt. So bekam dieser Mond den Namen Puck (nach dem Diener des
Elfenkönigs Oberon aus Shakespeares komischem Märchenspiel "Ein
Sommernachtstraum", einem schelmischen und zugleich tolpatschigen
Kobold). Puck erhielt als äußerster der zehn im Dezember 1985
und im Januar 1986 entdeckten Uranusmonde
die Bezeichnung Uranus XV.
 
 
 


 
 
 

Puck hat einen Durchmesser von 162 km.

Pucks große Bahnhalbachse beträgt 86004 km (entsprechend ca. 3,4 Uranusradien).
Mithin braucht er für einen Umlauf um Uranus 0,7618 Tage (= 18 Stunden 17 Minuten).
Da die Rotationszeit von Uranus mit 0,7183 Tagen nur wenig kürzer ist, ergibt sich, dass
Puck am Uranushorizont nur etwa alle 17½ Uranustage einmal aufgeht (oder untergeht),
d. h., er kann etwa 8¾ (Uranus-)Tage am Himmel bleiben.
 
 
 
 
 

PUCK in Kürze

 
 Bezeichnung  Uranus XV
 Entdeckungsjahr  1985
 Entdecker  Stephen P. Synnott //
 Voyager 2
 Durchmesser  162 km
 Rang  13.
 Große Bahnhalbachse  86 004 km =
 ca. 3,4 Uranusradien
 Umlaufzeit  0,7618 Tage

 
 
 
 
 
 

M A B
 
 

Ende August 2003 entdeckten Dr. Mark Showalter (der 1990 bereits den Saturnmond Pan
entdeckt hatte) und Prof. Dr. Jack Lissauer auf Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops vom
25. August 2003 UT (Universalzeit) zwei innere (sich innerhalb der Mirandabahn bewegende)
Uranusmonde. Der äußere der beiden wurde nach der Königin Mab, der Hebamme der
Feen aus Shakespeares Tragödie "Romeo und Julia", benannt. Mab erhielt
die Bezeichnung Uranus XXVI.
 

Mab hat einen Durchmesser von ca. 20 km.
 

Mabs große Bahnhalbachse beträgt ca. 3,8 Uranusradien (entsprechend
97737 km), ihre Umlaufzeit mithin 0,9229 Tage (= 22 Stunden 9 Minuten).
 
 
 

Animation von Mab (749 KB)
 
 
 
 
 

MAB in Kürze

 
 Bezeichnung  Uranus XXVI
 Entdeckungsjahr  2003
 Entdecker  Mark Showalter / 
 Jack Lissauer // Hubble
 Durchmesser  Ca. 20 km
 Rang  14.
 Große Bahnhalbachse  97 737 km =
 ca. 3,8 Uranusradien
 Umlaufzeit  0,9229 Tage
 

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Dies waren die beeindruckenden Puck und Mab.
Als nächstes erwarten Euch hier zwei Monde des Neptuns. Seid gespannt auf
 

Najade und Thalassa



 
 
 

Hauptquellen:

- Benennung: IAUC 4609 (1988)
- Entdeckung: IAUC 4164 (1986)
- Durchmesser: berechnet nach Erich Karkoschka: "Voyager's eleventh discovery of a satellite of Uranus and
- photometry and the first size measurements of nine satellites", Icarus 151 (2001), S. 69–77
- Bahndaten: Robert A. Jacobson und Ryan S. Park: "The Orbits of Uranus, Its Satellites and Rings,
- the Gravity Field of the Uranian System, and the Orientation of the Poles of Uranus and Its Satellites",
- The Astronomical Journal 169 (2025), Nr. 2, Art. 65

Mab:
- Benennung: IAUC 8648 (2005)
- Entdeckung: IAUC 8209 (2003)
- Durchmesser:
berechnet nach IAUC 8209 (2003) unter der Annahme, dass Mab und Belinda die gleiche
- Albedo haben

- Bahndaten: Marina Brozović: "Update of the Uranian rocks orbits with JWST data — URA184", 2025