R H E A
Aufnahme von Voyager 1 am 11. November 1980. Am
rechten
Bildrand Rheas größter Krater, Izanagi,
Durchmesser 300 km.
Im Jahre 1672 entdeckte Giovanni Domenico Cassini, nachdem er bereits
ein Jahr zuvor einen zweiten Saturnmond entdeckt hatte, auch einen
dritten
Saturnmond. Benannt wurde er nach der Titanin Rhea
(griechisch für
"die Fließende" [in bezug auf Menstruation und Fruchtwasser]
sowie
für "Leichtigkeit, Mühelosigkeit, Sorglosigkeit" [der Entbindung]),
der Schwester und Ehefrau Saturns und Mutter Jupiters, Neptuns
und Plutos. Als fünftinnerster der großen Saturnmonde erhielt
Rhea die Bezeichnung Saturn V.
Rhea hat einen Durchmesser von 1528 km
und ist somit der größte der inneren
(sich innerhalb der Titanbahn bewegenden) Saturnmonde,
der zweitgrößte aller
Saturnmonde und zugleich der neuntgrößte
Mond im Sonnensystem. Sie besteht
größtenteils aus Eis, ähnlich wie Tethys
und Dione, besitzt aber wahrscheinlich
einen Kern aus Gestein, der etwa ein Viertel ihrer Masse ausmacht.
Rheas
Eiskruste ist dicker als die von Dione, ansonsten aber ähnelt
Rhea
Dione
sehr: beide sind ähnlich aufgebaut, beide besitzen Helligkeitsmerkmale,
beide weisen Hemisphären (Halbkugeln) mit unterschiedlichen
Geländeformen auf.
Rheas führende Hemisphäre.
Mosaik aus zehn Voyager-1-Aufnahmen höchster
Auflösung.
Rheas führende (in Umlaufrichtung
zeigende) Hemisphäre ist kontrastarm und stark
verkratert (siehe Abbildungen), wobei die Krater dort wie auf Kallisto
wesentlich
flacher als diejenigen auf Luna sind. Rheas
nachfolgende (in Gegenrichtung zei-
gende) Hemisphäre weist hingegen mehrere diffuse helle Streifen
(ähnlich denen
auf Dione) aus Reif auf
dunklerem Hintergrund und wenige sichtbare Krater auf
(siehe Abbildung), darunter auch Rheas
größten Krater mit einem Durchmesser
von 300 Kilometern.
Nahaufnahme von Voyager 1 am 11. November 1980
(führende Hemisphäre).
Am unteren Bildrand der Krater Ormazd, Durchmesser
130 km, Tiefe ca. 5 km.
Rheas nachfolgende Hemisphäre
Rheas große Bahnhalbachse beträgt
527070 km (entsprechend
ca. 9 Saturnradien), ihre Umlaufzeit mithin 4,518 Tage.
3-D-Aufnahme. Am oberen Bildrand der Krater Ormazd.
Zur stereoskopischen
Betrachtung wird eine Rot-Blau-Brille benötigt
(beim Optiker erhältlich), rotes
Glas links, blaues rechts.
RHEA in Kürze
| Bezeichnung | Saturn V |
| Entdeckungsjahr | 1672 |
| Entdecker | Giovanni
Domenico
Cassini |
| Durchmesser | 1528 km |
| Rang | 20. |
| Große Bahnhalbachse | 527
070 km =
ca. 9 Saturnradien |
| Umlaufzeit | 4,518 Tage |
Dione/Helene/Polydeuces
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Titan
Mimas, Dione und Rhea (v. l. n. r.) hinter den
Saturnringen.
Aufnahme durch die Raumsonde Cassini am 15. März
2005.
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Dies war die beeindruckende Rhea.
Als nächstes erwartet Euch hier
ein weiterer Uranusmond. Seid gespannt auf
A r i e l
| Quellen:
- Durchmesser: Davies, M. E. und Katayama, F. R.: "The control network of Rhea", - Icarus 56 (1983), S. 603-610 - Bahndaten: Jacobson, R. A.: JPL satellite ephemeris SAT240 (2006) |